Kwieks

EXTRA !!! EXTRA !!!! WELTSENSATION !!!

Exclusiv-Interview mit KWIEKS aus WUHAN !

Erstmals sagt eine HÖHLEN-FLEDERMAUS, wie es wirklich gewesen ist ! Es ist wahr! TAGEBUCH hat es geschafft, eine der scheuen Höhlen-Fledermäuse Wuhans zu einem Exclusiv-Gespräch zu überreden. Top-Verschwörungstheoretiker wie maiLab, Reitschuster, Lauterbach und Wodarg haben das Nachsehen (und beißen sich in den Arsch), denn nur einem unbestechlichen und neutralen Top-Medium wie TAGEBUCH wollte die Nachtschwärmerin sich vertrauensvoll anvertrauen.

KWIEKS ist eine der Top-Höhlen-Fledermäuse Wuhans. Seit 2007 arbeitet sie im Bereich Virologie, Epidemiologie und Echolot-Forschung. Da Reisen zur Zeit ja nicht möglich sind, sprachen wir mit KWIEKS über Zoom. Dies ist eine authentische, lückenlose, von der Fledermaus abgesegnete Transkription unseres Gesprächs. Als Dolmetscher fungierte Google Translate.

TAGEBUCH Kwieks, fangen wir gleich mit etwas Kontroversem an. Manche Leute in Deutschland behaupten, in Wuhan gäbe es gar keine Höhlen-Fledermäuse.

KWIEKS Eine Unverschämtheit! Sie sehen doch, dass es mich gibt. Die Höhle, in der ich wohne, ist direkt hinter dem dm in der Mao Straße.

TAGEBUCH Beim Aldi?

KWIEKS Nein, auf der anderen Straßenseite.

TAGEBUCH Wann waren Sie das letzte Mal erkältet, Kwieks?

KWIEKS Ich weiß genau, auf was Sie herauswollen. Ich kann Ihnen aber versichern, dass ich, seitdem ich Vitamin D nehme und abends viel an der frischen Luft flattere, keine Erkältung mehr gehabt habe. Ich glaube die letzte war 2019 oder so, aber da müsste ich meine Mutter fragen.

TAGEBUCH Seit 2019 haben Sie nicht einmal geniest?

KWIEKS (lacht) Na gut, vielleicht wenn ich hinter dem Bücherregal gewischt habe.

TAGEBUCH Nicht nur Menschen, auch Wissenschaftler in Europa machen Höhlen-Fledermäuse für den Ausbruch der Corona-Epidemie verantwortlich. Was sagen Sie zu solchen Vorwürfen, Kwieks?

KWIEKS Vollkommen aus der Luft gegriffen. Kwieks, kwieks, kwieks.

TAGEBUCH Macht Sie die Frage nervös?

KWIEKS In keinster Weise. Kwieks.

TAGEBUCH Wann haben Sie denn das erste Mal von Corona gehört?

KWIEKS Ich persönlich hätte es besser gefunden, wenn man die Pandemie nach einem chinesischen Bier benannt hätte, zum Beispiel Tsingtao.

TAGEBUCH Ich glaube, Sie weichen der Frage aus, Kwieks.

KWIEKS Hören Sie, Tagebuch, ich bin es einfach leid, für diesen Scheiß verantwortlich gemacht zu werden. Wir wissen doch alle, dass diese dreckigen Pangoline ihre Viren nicht mehr alle beieinander haben. Ich meine ‘Schuppentier’… kwieks, kwieks… das sagt doch eigentlich schon alles.

TAGEBUCH Sind Sie schon einmal mutiert?

KWIEKS Also, ich hab mich schon einmal zum Affen gemacht. (lacht) Aber das machen ja viele Leute heutzutage.

TAGEBUCH Stimmt es, dass Dr. Fauci zu Ihrer Geburtstagparty im Mai letzten Jahres eingeladen war? Und auch gekommen ist?

KWIEKS Hey, ich hab gesagt, keine Fragen zum Privatleben. Wenn das hier so weitergeht, mach ich die Flatter.

TAGEBUCH Entschuldigung. Wie oft fledern Sie denn so in der Woche?

KWIEKS Ich fledere eigentlich jeden Tag, beziehungsweise jede Nacht. Wie Sie wissen, navigieren wir Fledermäuse mit dem Echo.

TAGEBUCH Wer ist also der Bürgermeister von Wesel?

KWIEKS Esel.

TAGEBUCH Waren Sie schon einmal in dem berühmten Labor in Wuhan?

KWIEKS Kein Kommentar.

TAGEBUCH Wie haben Sie die Zeit im Lockdown verbracht?

KWIEKS Ich hab viel Netflix geguckt und Kommunistische Partei Chinas Prime. Binge watching eben. Am liebsten Superhelden-Filme.

TAGEBUCH Wer ist Ihr Lieblings-Superheld? Sagen Sie nichts, es ist bestimmt Bat…

KWIEKS (unterbricht, empört) Auf keinen Fall! Dieser alte Poser. Nein, ich steh total auf Wonder Woman.

TAGEBUCH Angela Merkel?

KWIEKS Nein. Entschuldigung. Ich wollte Wonder Wombat sagen.

TAGEBUCH Wie lange wird die Pandemie noch andauern, was schätzen Sie, Kwieks?

KWIEKS Ich denke, wir werden uns noch einschränken müssen, bis die Inzidenzzahlen in einer Neumondnacht, während Jupiter im Haus des Wildschweins schwebt und auf einer Alpenwiese die moldawische Ringelblume eine zweite Blüte austreibt, auf den gleichen Zähler gefallen ist, die der R-Wert in den zuvorgegangenen Saturnalien unter einem Durchschnitt von 3 Pi unter Null vektorisiert.

TAGEBUCH Das Virus macht keinen Urlaub?

KWIEKS Nein. Es fährt, wie wir alle, höchstens mal am Wochenende zum Spazieren ins Sauerland.

TAGEBUCH Werden Sie sich impfen lassen?

KWIEKS Kein Kommentar.

TAGEBUCH Kwieks, wir danken Ihnen für dieses erhellende und aufrichtige Interview.

KWIEKS Kwieks. Und wenn Sie mal in Wuhan sind, kommen Sie vorbei. Wir können auf dem Markt ein wenig bummeln gehen.

Charlies Mutanten

ProduzentInnen aufgepasst! Exclusiver Vorabdruck!

CHARLIES MUTANTEN

Der junge fesche Top-Virologe Dr. Istian Chrosten (genannt Charlie) würde gerne die ewig junggebliebene Kanzlerin (Angela Muti) beeindrucken, leider sinken die Inzidenz-Zahlen und auch ein R-Wert-Gespräch mit seinem besten Freund, dem Sex-Gott und Pferdearzt Professor Wheeler Dealer, bringt nicht die erhoffte Lösung. Die kokette Kanzlerin droht daraufhin, dem smarten Charlie die Zulassung zu entziehen und flirtet ungeniert mit ihrem Folterknecht Grün Spahn, obwohl der eigentlich auf anderen Baustellen hobelt („wo gehobelt wird, da fallen Spahne“). Christian ist verzweifelt, wo soll ein Doktor seine Arbeit finden, wenn ihm die Chantré (Veronica die Ferres) nicht mehr unter die Arme greift? Glücklicherweise kommt Charlie da ein entfernter Verwandter aus Brasilien zur Hilfe. Onkel Bol Sombrero (Adolf Hitler III.) schickt ihm per Telegram eine fetzige Combo (Os Mutantes), die die Party wieder zum swingen bringt.

Ab. 16 – FSK Besonders ansteckend.

09.11.2020

Gestern Abend auf Zoom, zwischen Frank Schöbel und Black Sabbath (wir spielen uns ja Sonntags immer unsere Lieblingslieder vor), wollte ich Angela Merkel auf ihre wahre Meinung zu Trump ansprechen – ihrer Gestik und Mimik ist oft kaum etwas abzulesen, nicht umsonst nennt man sie die Sphinx der Uckermark – doch ich kam erst gar nicht zu Wort, denn die Kanzlerin hatte andere Sorgen. Es ging schon wieder um die verdammten Postkarten von Carsten Maschmeyer. Bis Anfang des Jahres war ‚Maschi‘ wohl total verschossen in Angela und hat ihr versaute Ansichtskarten, viele mit selbstgemalten Penissen und Hoden, geschickt. Dass jeder, der die Postkarten in die Hand bekam, sich die Zeichnungen angucken konnte, hat Maschmeyer wohl besonders angeturnt. Sie hat sie mir auch gezeigt, sie waren gar nicht schlecht, so in Richtung Egon Schiele, obwohl ich kaum glaube, dass sein Gemächt wirklich so groß ist. Anyway… es ist aus diesem Flirt natürlich nie was geworden, die Kanzlerin ist monogam wie eine Legehenne, aber sie hat sich schon geschmeichelt gefühlt und deswegen die Postkarten aufbewahrt. Jetzt schiebt sie Panik, dass Joachim Sauer auf der Suche nach dem Corona-Impfstoff die Schmuddelbilder findet und die schlimmsten Rückschlüsse zieht. Ich hab ihr empfohlen, sie soll die Ansichtskarten von Altmaier einscannen lassen (dann hat der auch mal eine Freude) und sie in einem Ordner mit möglichst langweiligem Namen (z.B. Neujahrsansprache 2021) auf ihrem Rechner abspeichern. So mach ich es jedenfalls mit meinen Pornos. Die Kanzlerin war ganz happy über meinen Vorschlag und legte gleich die Scorpions auf.

Ich bin ja kein Rassist, aber den erneuten Ausbruch der Igelgrippe haben wir eindeutig den dreckigen Ost-Westfalen zu verdanken. Der Patient Null ist wohl laut einer Studie von Top-Virologen im Kreis Höxter aufgetaucht, und ich weiß aus eigener leidvoller Erfahrung, dass in Bad Driburg traditionellerweise zum Sankt-Judas-Fest (28. Oktober) das Igelgulasch gekocht und in einer recht heidnisch anmutenden Zeremonie gegessen und auch körperlich aufgetragen wird. Ein paar Einstiche davon habe ich in meinen Innenschenkeln immer noch. Natürlich ist die Zubereitung des echten Igelgulaschs offiziell seit 1964 verboten. Für die Kinder gibt es in den Bäckereien Igelnachbildungen aus Schmalzteig mit Rosinenaugen und Metzgereien bieten einen Ersatzeintopf aus Pansen und Hammelhoden an. Doch die renitenten Ost-Westfalen beharren in ihrer Stur – und Dummheit (und vollkommener Ignoranz der gesundheitlichen Gefahren auch für die Allgemeinheit) immer noch darauf, kaum dass die ersten tiefen Strahlen der Herbstsonne blinzeln, in ihren Wäldern und Tälern die Igel aufzuspüren, sie aus ihren Nestern zu reißen und lebendig in Essigsud einzulegen. Barbarisch, barbarisch. Dass daraus die schlimmsten Ekzeme und Seuchen entstehen, ist ihnen völlig egal. Sie sind ganz fanatisch nach ihrem Igelgulasch und exportieren es gar in die Hauptstadt (Bielefeld) und auch nach Berlin. Top-Veganer und Amateur-Satanist Attila Hildmann bekannte neulich, er äße kein Tier, außer dem Igel, verfeinert mit einem leichten Steckrübenschaum. Dass dem Igelgulasch auch aphrodisierende Wirkungen nachgesagt wird, muss ich wohl nicht noch sonders erwähnen. Hätte sonst Carsten Maschmeyer gleich 80 Millionen Dosen bestellt, wie die Staatsanwaltschaft in den Cum-Ex-Ermittlungen herausfand? Ich selbst esse ja seit ein, zwei Jahren keinen Igel mehr, aber wieso spüre ich seit heute Morgen plötzlich die furchtbaren Symptome der Grippe? Hätte ich mich doch lieber nicht mit dem blöden Welke bei Maschi in der Sauna getroffen!

07.11.2020

Überall in den Straßen wird getanzt und gesungen, weil Trump die Wahl verloren hat. Hier in unserer Allee bilden junge Väter einen a capella Chor und singen ‚A Biden with me‘. Mich indes ruft ein Freund aus der Atlantik-Brücke an (wir sind beide in der geheimen Untersektion der Siggi ‚Schweinepest‘ Gabriel Verächter) und äußert seine tiefen Sorgen über den Wahlausgang. Der Sieg des Demokraten brächte ungeahnte Gefahren und Verwerfungen. Bevölkerungs-Experten warnen vor den Biden-Babies. In 9 Monaten wird es voraussichtlich zu großen Engpässen auf Entbindungsstationen und in Kreißsälen kommen. Um das zu verhindern sei social distancing jetzt besonders wichtig, raten die Top-Gynäkologen der WHO. Das Phänomen bedroht wohl vornehmlich lower upper middle-class Familien, die sich eigentlich keinen Nachwuchs leisten können, weil sie noch aufs College gehen oder bei Mama und Papa wohnen. Ich bin nur froh, dass ich nun keinen Single-Malt mehr ausschenken muss, um der stagnierenden deutschen Geburtenrate auf die Sprünge zu helfen. Der Hauspegel sank schon bedenklich hinab zur 5-Liter-Marke. Aber die Freude über Dynamite Joes Kantersieg ließ selbst bei münsters gender-kritischen Studierenden kurzzeitig jegliche Bedenken um die politische Korrektheit einer Erektion dahinschmelzen.

Auch ich bin ein Opfer des trumpschen Wahlverlusts. Denn nach einem dreiviertel Jahr teilweise sehr heftig geführter Debatten hat mich die Katze nun endgültig voller Abscheu über meine politische Haltung verlassen. Vorher hat sie noch jähzornig, jeder Zoll an ihr ein sore loser, in alle Ecken des Wohnzimmers gepisst. Solch schreckliches und undemokratisches Verhalten war ich vorher eigentlich nur von Kai Lauterbach gewöhnt. Es gibt aber anscheinend, laut Katze, eine Telegramm-Gruppe in der gerade diese Art des politischen Kampfes empfohlen wird. Nun hat das Oval Office naturgemäß keine Ecken, ich rate Joe Biden dennoch, sich vor seinem Einzug ins Weiße Haus großzügig mit Febreze einzudecken. Ich bin schon traurig über den Abschied der Katze. Wir lagen zwar selten auf einer Wellenlänge, aber die Nächte mit ihr vor dem Kaminfeuer und die vielen anregenden Diskussionen werde ich vermissen. Man soll ja nicht nur in seiner Blase leben. God bless the cat!

Muss Angela Merkel jetzt um ihre Wiederwahl zittern, wo auf der anderen Seite des Atlantiks nun die Kräfte des Fortschritts, der Aufklärung, der Vernunft und des Humanismus gesiegt haben? Ich werde sie bei unserer kleinen Musik-Session morgen Abend mal fragen.

Aus Ost-Westfalen erreichen uns besorgniserregende Nachrichten über eine weitere seuchenartige Erkrankung, die sich pandemisch verbreitet. Ist die grauenvolle Igelgrippe etwa wieder ausgebrochen?

18.10.2020

Die Seuche der politischen Korrektheit hat ihr neuestes Opfer gefunden: unsere Kanzlerin. Seit ein paar Jahren – ich glaube seit dem enttäuschenden Abschneiden der Fußballnationalmannschaft bei der WM 2018 – telefonieren wir jeden dritten Sonntag des Monats abends und spielen uns gegenseitig unsere Lieblingsmusik vor. Die Kanzlerin hat einen sehr eklektischen Musikgeschmack, wie viele Machtpolitiker und Kanzler vor ihr hört sie gerne Wagner, sie mag aber auch alte FDJ-Wanderlieder, Shantys, Choräle von Neander und leider Schlagermucke aus der untersten Schublade, welche sie angeblich entspannt und auf neue Ideen für die Geschicke der Bundesrepublik bringt. Schon länger versuche ich vergeblich, sie für Velvet Underground und Giorgio Moroder zu interessieren, das sei aber alles nicht so ‚fresh‘ wie Scooter, meint sie. Heute Abend ist Angela allerdings sehr aufgebracht über ‚den Wendler‘, den sie sonst mir gegenüber aufs Vehementeste verteidigt hat. „Wie kann er mir bei Covid so in den Rücken fallen?“ Wütend, aber unter Tränen. Sie hat wohl alle ihre CDs, Kassetten und Schellack-Platten von ‚dem Wendler‘ auf die Straße geworfen und Joachim Sauer musste mit dem Saab drüberfahren. Um Merkel zu beruhigen, willige ich dann ausnahmsweise ein, alle Strophen von ‚Dieser Weg‘ mit ihr zu singen. Es tröstet sie immerhin ein bisschen.

Lisa Eckhart muss unbedingt ein frisches Baby fressen, sonst wird sie noch verhungern.

Bis jetzt haben sich noch keine geilen, aber vom Genderwahn und ‚me too‘ zutiefst verunsicherte junge Paare bei mir eingefunden, um durch die milde Gabe von ein bis zwei Single-Malts in die Stimmung und Freiheit zu kommen, ihren biologischen Trieben ungebremst vom sozial-konstruierten Über-Ich nachzugeben und dadurch die Geburtenrate in unserem Land endlich wieder zu erhöhen. Stattdessen steht ein ungepflegter, heruntergekommener und wirrer älterer Herr vor der Tür und bittet um ein Schlückchen. „Mach dich vom Acker, Meinhard Zangers, und verpiß dich in dein Wolfgang-Borchert-Theater!“ rufe ich, während ich ihn mit dem Besen von der Zufahrt und durch das Tor vom Anwesen scheuche.

Die Katze ist beim Gesang von ‚Dieser Weg‘ protestierend aus dem Haus geflüchtet und wird erfahrungsgemäß wohl erst morgen wieder heimkehren.