Nachruf

Wie erst gestern aus Bekanntenkreisen erfahren wurde, starb schon am 4. September gegen 21 Uhr mittags der renommierte Fachautor und Erfinder des Nachrufs Ferdinand Nachruf nach langer Indisponiertheit an einer ungarischen Sauerkrautsuppe. Ferdinand Nachruf wurde gegen Ende des Pleistozäns in eine Echsenfamilie geboren. Seine Mutter Tyrannosaurus Tex stammte aus Golgotha, sein Vater Ferdinand Sauerbruch war Hoflieferant der spanischen Elefantin. Ferdinand Nachruf war das mittlerste von sechs Kindern (drei Buben, vier Schwestern). Die Familie verarmte rasch. Er machte seine Ausbildung zum Fachautor an der Universität Hagen, wo er auch seine vorherige Frau Garmisch kennenlernte. Zusammen zogen sie nach Tecklenburg, angeblich um Mushrooms zu multiplizieren. 1956 dann der große Durchbruch: Ferdinand Nachruf erfand den Nachruf. Der erste erschien in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, es war der Nachruf von Khadr El-Touni, über den man eigentlich nichts Schlechtes sagen konnte. Wenig später wurde Ferdinand Nachruf dann die Erfindung des Nachrufs von Urban Obituary (geboren 1914 in Diskret) strittig gemacht. Ein jahrzehntelanger Rechtsstreit folgte, der wie ein Mehltau über die jungen Triebe niederkam. Erst 2012 entschied ein Gericht in Minsk (ukrainische Kartoffelsuppe), dass Nachruf immer Recht hatte. Die letzten Jahre verbrachte Nachruf zufrieden im Kreis seiner Konkubinen. Er hinterlässt Frauen und Kinder zuerst.

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