17.02.2021

Post aus Delaware, bzw. dem Weißen Haus. Joe ‚Sleepy‘ Biden schreibt mir auf offiziellem Weißen-Haus-Briefpapier (aus veganem Recyclingpapier, mundgeschöpft), dass es ihm sehr leid tut, dass ich mein Inaugurationsgedicht nicht vortragen konnte. Er bietet mir an, sein Exaugurationsgedicht zu schreiben. Ich könnte das dann entweder bei seiner Beerdigung oder in vier Jahren vortragen. Da sieht man mal wieder, was er für ein klasse Typ ist. Donald Trump (bei dem übrigens jetzt die Katze wohnt, aber dazu später) hat mich nur zum Burgeressen eingeladen und wollte dann noch, dass ich die Rechnung bezahle. Aber in Rheinland-Pfalz (oder wo kommt der noch mal her?) sind die, glaube ich, alle so kniepig. Also mach ich mich am besten gleich mal an die Arbeit mit dem Abschieds-Poem, man weiß ja nicht, wie lange Old Joe durchhält bei dem Arbeitstempo, das er da vorlegt. Die Nachrichten kommen gar nicht mehr hinterher. Vielleicht ist im nahen Osten schon der Frieden ausgebrochen, weiß man’s?

Ode to Joe Biden

Goodbye, Sleepy Joe

Though I barely knew you at all
You had the grace to keep awake
While those around you crawled
They crawled into bed and snored
And they woke you in the morning
They set you on the high-chair
And they made you eat your sprouts

And it seems to me you lived your life
Like a kangaroo with wind
Never knowing where to jump to
When the farts set in
And I would have liked to bowl with you
But I just couldn’t split
Your legend burned out long before
Your candle ever did

Das sollte reichen. Und wenn es Amanda Gorman nicht gefällt: tough titty!

Apropos Amanda Gorman. Der Trend, dass Top-Poeten ins Modelgeschäft einsteigen, ist weder neu noch außergewöhnlich. T.S. Eliot war lange Jahre für Coco Chanel auf dem Laufsteg, Sylvia Plath ist gar nicht wegzudenken aus den Anfangsjahren des Victoria’s-Secrets-Katalogs, bis zu dieser unschönen Geschichte mit dem Perlen-Tanga. Selbst ich hatte schon Anfragen von Hugo Boss und Primark. Und wer kann sich die Mailänder Modewochen vorstellen ohne Durs Grünbein?

Im Saarland soll übrigens jegliche Werbung verboten werden, außer für Wasser und Brot. Das ist eine begrüßenswerte Schutzmaßnahme für den Einzelhandel. Denn jeder, der sich im Supermarkt zur Zeit etwas anderes kauft als Wasser und Brot ist Schnorrer, Hedonist und Volksverräter im Kampf gegen die Igelgrippe. Go Saarland, go!

PS Ich bestelle mein Leitungswasser übrigens nur noch bei Amazon.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.